Samstag, 16. Februar 2019

Ein blinder Antiquar

Augsburg - Kennt eine der Leserinnen oder Leser die Geschichte des blinden Antiquars Sebastian Windprecht aus Augsburg?
ex: Bayer. Staatsbibliothek
Nein? Dann gibt es hier eine besinnliche Sonntagslektüre.

Freitag, 15. Februar 2019

Die "Librairie L'amour qui bouquine" wirbt geschickt

Alise-Sainte-Reine - Das in der Nähe von Dijon gelegene Antiquariat von Bertrand Hugonnard-Roche fiel gestern mit einem spezialisierten newsletter zum Valentinstag auf, eine durchaus zu anderen Gelegenheiten nachahmenswerte Marketingmaßnahme.

François Savinien d'Alquié. L'école des Amans. 1679.
Bel exemplaire de cet ouvrage rare.
(c) Librairie L'amour qui bouquine

Librairie L'amour qui bouquine
Bertrand Hugonnard-Roche
​14, Rue du Miroir
21150 Alise-Sainte-Reine
France

Es wurden sehr schön gebundene, in gewisser Weise erotische Titel, oder solche zum Thema "Liebe" im weiteren Sinne, angeboten und in äußerst geschickter Weise auf den durch ein Paßwort geschützen "+18-Bereich" der website des französischen Unternehmens hingewiesen.

(c) Librairie L'amour qui bouquine

Anschauen, nachmachen. So geht heute Antiquariat im Netz.





Donnerstag, 14. Februar 2019

Lektüren deutsch-jüdischer Emigranten in Palästina

Göttingen - Im Wallstein Verlag wird im April ein nicht nur für uns Antiquare interessanter Titel von Caroline Jessen erscheinen:

Kanon im Exil. Lektüren deutsch-jüdischer Emigranten in Palästina/ Israel.
ca. € 42,00 (D) | ca. € 43,20 (A)
voraussichtlich lieferbar ab 01.04.2019
ca. 544 S., ca. 25 Abb., geb., Schutzumschlag
ISBN 978-3-8353-3348-2

Der Verlag stellt den Titel vor:

"Kanonforschung als Gedächtnis- und Diskursgeschichte.

Cover Kanon im Exil
(c) Wallstein
In nutzlos gewordenen Büchersammlungen ist das Nachleben einer vor dem Holocaust in Deutschland so lebendigen jüdischen Kultur in Israel präsent: In diesen Büchern materialisieren sich Fragmente einer Kultur, die sich mit den Einwanderern und Geflüchteten aus Deutschland nach Palästina gerettet hatte und die nun mit der letzten Generation ihrer Träger aus dem israelischen Alltag verschwindet. In Aussagen über gerettete und verlorene Bücher, vor allem aber in gelesenen und bewahrten Texten zeigen sich Spuren einer »inneren« Geschichte der jüdischen Emigration. Der Kanon im Exil verweist auf die Vergangenheitsform einer Lesekultur und auf die Emigration und Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland. Er ist ein Kanon des Verlusts und zugleich ein Versuch, diesen Verlust zu thematisieren.
Caroline Jessen beschäftigt sich anhand von fünf exemplarischen Fallstudien zu aufgelösten Privatbibliotheken mit dem Paradoxon einer besonderen Verständigung über Literatur, die zugleich Nähe und Distanz zu einer deutschen Gegenwart markiert."

In diesem Zusammenhang sei noch auf einen anderen Titel der Autorin aus dem letzten Jahr hingewiesen:
(c) Suhrkamp

Der Sammler Karl Wolfskehl.
Erschienen: 10.12.2018
Gebunden, 384 Seiten
ISBN: 978-3-633-54288-8
D: 32,00 € 
A: 32,90 € 
CH: 42,90 sFr
Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag  


"Als "großen Bücherkundigen" und "weltgeschichtliches Refugium" hat Walter Benjamin Karl Wolfskehl beschrieben. Der Dichter registrierte die politischen Veränderungen in Deutschland früh und floh 1933 nach Italien. Seine Bibliothek, in der Volkslieder und Barock auf Brentano und Novalis, Spengler und Buber trafen, musste er im Zuge der Emigration veräußern. Der Verleger Salman Schocken erwarb die Sammlung und transferierte sie 1938 nach Jerusalem. Von dort aus kam sie 1975 in den Handel, zerstreute sich in Forschungsbibliotheken und Privatbesitz. Nur wenige Bücher begleiteten Wolfskehl 1938 aus Italien ins neuseeländische Exil: Grundstock einer neuen Sammlung.
Dieses Buch zeichnet die Wege der Bücher von München über Jerusalem bis Auckland nach, fragt nach den Umständen des Verkaufs und dem Nachleben der heute zerstreuten Bibliothek. Es zeigt erstmals den extravaganten Sammler von Elfenbeinzähnen, seltenen Drucken, Büchern und Spielsachen."

Caroline Jessen, geboren 1980, arbeitet für das Deutsche Literaturarchiv Marbach und für den Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel.

Mittwoch, 13. Februar 2019

Bibliomania in Paris

Paris - Vom 21. bis 24. Februar findet in Paris eine Antiquariatsmesse mit hauptsächlich frankophoner Beteiligung statt.


(c) BiblioMania

Dienstag, 12. Februar 2019

Provenienz und Kulturgutschutzgesetz

Berlin - Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien stellt die Pflichten von uns Antiquaren im Rahmen der Provenienzklärung unserer Waren vor. 


(c) Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien


Die Vorsitzende des Verbandes Deutscher Antiquare, Sibylle Widuwilt erklärt: "Wichtig ist, dass das BKM anerkennt, dass es im Handel mit Büchern und Grafiken zahlreiche Exemplare gibt, die keinerlei Individualisierungsmerkmale aufweisen."

Im "Merkblatt" der Behörde heißt es:

"Merkblatt zu den Anforderungen an die Sorgfaltspflichten
für den gewerblichen Antiquariatshandel und den Handel mit Grafiken
Die Sorgfaltspflichten des Kulturgutschutzgesetzes für das gewerbliche
Inverkehrbringen von Kulturgut beinhalten insbesondere:

1. Name und Anschrift des Veräußerers, des Einlieferers, des Erwerbers oder
des Auftraggebers festzustellen,

2. eine Beschreibung und eine Abbildung anzufertigen, die geeignet sind, die
Identität des Kulturgutes festzustellen,

3. die Provenienz des Kulturgutes zu prüfen,

4. Dokumente, die eine rechtmäßige Ein- und Ausfuhr belegen, zu prüfen,

5. Verbote und Beschränkungen zur Ein- und Ausfuhr sowie zum Handel zu
prüfen,

6. zu prüfen, ob das Kulturgut in öffentlich zugänglichen Verzeichnissen und
Datenbanken eingetragen ist, und

7. eine schriftliche oder elektronisch übermittelte Erklärung des Einlieferers oder
Veräußerers einzuholen, dass dieser berechtigt ist, über das Kulturgut zu
verfügen.

Diese Anforderungen gelten allerdings nur, wenn es sich um ein Werk handelt,
dessen Einzelwert 2.500 Euro übersteigt.

Die Erfüllung der Punkte 3 bis 6 ist dabei von vornherein auf den wirtschaftlich
zumutbaren Aufwand beschränkt. Der Aufwand ist also in Verhältnis zu setzen
zum Wert des Gegenstandes und zur erwarteten Handelsspanne. Nur wenn
Hinweise auf einen NS-verfolgungsbedingten Entzug oder einen anderen
Tatbestand des § 44 KGSG bestehen, sind die Anforderungen unabhängig vom Wert des Objektes und dem erforderlichen Aufwand zu erfüllen.
Die Anforderung an die Prüfung der Provenienz (Punkt 3) erfordert insbesondere
nicht den Nachweis einer lückenlosen Provenienzkette. Es handelt sich um eine
Prüfung, d.h. sofern in wirtschaftlich zumutbaren Rahmen keinerlei Erkenntnisse
erlangt werden, genügt die Dokumentation der Bemühungen und darf das Objekt
auch ohne vollständigen Nachweis der Provenienzkette in Verkehr gebracht werden.

Bei einem antiquarischen Buch, einer Druckgrafik (Lithographien, Radierungen,
Holzschnitte oder Serigraphien) bzw. Land- oder Weltkarte (zusammen: „Grafik“)
unterscheiden sich die Anforderungen an die Erfüllung der gewerblichen
Sorgfaltspflichten zunächst danach, ob eine besondere Individualisierung
erkennbar ist (ex libris, besonderer Einband, Eigentumsstempel, Name eingetragen, handschriftliche Randnotizen, Sammlungsstempel, Nummerierung etc.) oder nicht:

Bücher und Grafiken mit einer besonderen Individualisierung - ob in großer oder
in kleiner Auflage - werden als Einzelstücke behandelt. Hier ist die konkrete
Provenienz des in Rede stehenden Buchs („Einzelprovenienz“) im Rahmen des
wirtschaftlich zumutbaren Aufwands zu prüfen.

Hat ein Buch oder eine Grafik keine Individualisierungskennzeichen und ist es in
großer Auflage vorhanden, beschränkt sich die Provenienzprüfung auf die Prüfung
der sog. „Gruppenprovenienz“. Das heißt, geprüft und dokumentiert werden muss
- im Rahmen des wirtschaftlich zumutbaren Aufwands - die Zugehörigkeit zur (ggf.  Erst-) Auflage (einschließlich Urheberschaft), Erscheinungsjahr und -ort sowie die Feststellung, dass kein besonderes Individualisierungskennzeichen vorhanden ist.

Eine weitergehende individuelle Prüfung entfällt.

Hat ein Buch keine Individualisierungskennzeichen und ist es nur in sehr
geringer Auflage vorhanden bzw. ist weltweit nur eine geringe Anzahl dieser
Auflage verblieben, gilt:

Je geringer die Zahl der noch vorhandenen Exemplare, desto höhere
Anforderungen bestehen - im Rahmen des wirtschaftlich zumutbaren Aufwands -
an die Bemühungen zur Prüfung der Einzelprovenienz. Weil eine „positive“
Provenienzprüfung bei einem Buch, einer Grafik oder Landkarte ohne besondere
Individualisierungskennzeichen jedoch nicht zu bewerkstelligen ist, genügt in
derartigen Fällen auch eine Negativabgrenzung, durch die jedenfalls ausgeschlossen wird, dass das fragliche Exemplar mit einem abhandengekommenen Exemplar identisch ist.

Ist eine Negativabgrenzung über die Recherche in öffentlich zugänglichen
Verzeichnissen und Datenbanken (Lost-Art-Datenbank unter www.lostart.de und
Internetdatenbank von Interpol zu gestohlenen Kulturgütern
(freier Zugang, vorherige Registrierung erforderlich unter:
https://www.interpol.int/Forms/WorksOfArtDatabase)) hinaus mit einem zumutbaren wirtschaftlichen Aufwand [Hervorhebung: CS] ebenfalls nicht erbringbar, darf das Kulturgut gehandelt werden.

Beispiel: Ein Buch wurde 2004 aus einer ausländischen Bibliothek gestohlen,
wo es Jahrzehnte verwahrt wurde. Lässt sich feststellen, dass das in Frage
stehende vergleichbare Exemplar bereits 2002 in Deutschland verkauft wurde
(dort hat es z.B. der aktuelle Verkäufer erworben), genügt dies als
Negativabgrenzung („negative Provenienz“).

Einen Überblick über die dargestellten Anforderungen bietet das Schaubild „Prüfung der Provenienz eines antiquarischen Buches oder einer Grafik nach KGSG“.

Weitergehende Hinweise zu den Anforderungen an die Prüfung der Sorgfaltspflichten beim gewerblichen Inverkehrbringen von Kulturgut erhalten Sie im „Leitfaden für die Einfuhr von Kulturgut nach Deutschland und die Sorgfaltspflichten beim Inverkehrbringen von Kulturgut“.
Das Schaubild „Welche Sorgfaltspflichten habe ich beim gewerblichen
Inverkehrbringen von Kulturgut nach dem KGSG zu berücksichtigen?“ verdeutlicht zusammenfassend, aus welchen Vorschriften sich im konkreten Fall die Anforderungen an die Sorgfaltspflichten ergeben."

Stand: Februar 2019

Donnerstag, 7. Februar 2019

Einladung zur Teilnahme am Gemeinschaftskatalog der Antiquare

Berlin - Die GIAQ e.G. lädt mit dem folgenden Text zur Beteiligung am neuen Gemeinschaftskatalog ein:

"2018 ist die Pressearbeit für den Gemeinschaftskatalog der Antiquare durch den Einsatz des Frankfurter Kollegen Rüger mit einer groß(artig)en Rezension * in der FAZ vom 21. Juli 2018 gekrönt worden. Über 600 Anforderungen für den Katalog sind bei der Geschäftstelle eingetroffen und haben zahlreiche Bestellungen hervorgerufen. An diesen Erfolg wollen wir im Jahr des Erscheinens des 10. Gemeinschaftskataloges anknüpfen.

Wir möchten Sie herzlich zur Teilnahme am “Gemeinschaftskatalog der Antiquare 2019” einladen. Die GIAQ organisiert den Katalog für die Teilnehmer an antiquariat.de, die Mitglieder des Verbandes Deutscher Antiquare e.V. (VDA), der Internationalen Liga der Antiquare (ILAB) sowie der Interessengruppe Antiquariat und Versandbuchhandel im Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. (IG Antiquariat). 


Teilnehmen können aber auch Kolleginnen und Kollegen, die bislang noch keiner unserer Berufsorganisationen angehören (im Einzelfall behält sich die Redaktion eine Entscheidung über die Teilnahme allerdings vor). Wir freuen uns, wenn wir aus dem Kreis der Antiquariate, die bislang am GK teilgenommen haben, Vorschläge für neue Teilnehmer erhalten.

Mit unserem Gemeinschaftskatalog wollen wir eine repräsentative Leistungsschau der teilnehmenden Firmen ermöglichen, die bei einer Auflage des Kataloges von ca. 4.500 Exemplaren zielgerichtet wesentliche Sammler, Bibliotheken und Museen sowie Antiquariate im In- und Ausland erreichen wird.

Um Ihnen die Teilnahme zu ermöglichen, berücksichtigen wir Ihre persönlichen Wünsche soweit es möglich ist - bitte setzen Sie sich direkt mit der Redaktion in Verbindung. Fragen Sie lieber einmal zu viel als einmal zu wenig!


Wir möchten Sie vor allem auf Folgendes – Neues wie Bewährtes – hinweisen:

Wir bieten weiterhin die Möglichkeit an, sich mit sechs Seiten am Katalog zu beteiligen. Vielleicht für den einen oder anderen die Gelegenheit, eine frisch erworbene kleine Sammlung oder Bibliothek ausführlicher vorzustellen.

Wir haben den Anmelde- wie auch den Abgabetermin für das Manuskript so gelegt, dass Antiquariaten, die an der Leipziger Messe teilnehmen werden, ausreichend Zeit bleibt, um den Messeverlauf abzuwarten und dort frisch erworbene Ware noch in ihr Katalogangebot integrieren zu können. 

Last but not least: das bewährte Team um Frank Albrecht, Meinhard Knigge und Hermann Wiedenroth bleibt Ihnen erhalten. Nachdem wir die Redaktion schon 2018 um einen jungen Antiquar – Michael Schleicher, Inhaber des Stader Kunst-Buch-Kabinetts – erweitert haben, hat sich nun eine weitere aufstrebende Kollegin aus eigenen Stücken (!) bereit erklärt, die Redaktion zu unterstützen und mit neuen Ideen zu bereichern: Katharina Tilemann, Querschnitt-Antiquariat, bislang in Berlin, seit kurzem in Köln ansässig.


 Terminplan:

Verbindliche schriftliche Anmeldung bis 25. März 2019. 
Manuskriptabgabe bei der Redaktion bis 30. März 2019. 
!!! Für Teilnehmer an der Leipziger Antiquariatsmesse 2019 bis 5. April 2019. !!!
Versand: etwa 29. Mai 2019.

Der Katalog wird im Format 16 x 24 cm und mit zweispaltigem Satz der Textbeiträge erstellt. Die Redakteure Frank Albrecht (Schriesheim), Meinhard Knigge (Hamburg), Michael Schleicher (Stade), Katharina Tilemann (Köln) und Hermann Wiedenroth (Bargfeld/Celle) werden wie gewohnt für einen problemlosen Verlauf der Katalogredaktion sorgen.

Nach Fertigstellung wird der Katalog zentral verschickt. 

Wenn Sie am “Gemeinschaftskatalog der Antiquare 2019” teilnehmen möchten, schicken Sie bitte das ausgefüllte Anmeldeformular per Post oder Email bis zum 25. März 2019 an die Redaktion.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Mit freundlichen Grüßen 
Ihre Redaktion"


 Redaktion Gemeinschaftskatalog 

Antiquariat Meinhard Knigge
Lübecker Str. 143
22087 Hamburg

Tel. 040 – 250 09 15
E-Mail

* Aus der Rezension: "So vereint der Gemeinschaftskatalog im breitgefächerten Spektrum bekannte Größen mit seltenen Schriften und Werken, unter denen jeder Leser, Liebhaber und Bibliophile einen Schatz für sich entdecken kann."

Höchstwichtiges Dokument zur Proliferation

New York - Ein bedeutendes Dokument für die Geschichte der atomaren Aufrüstung Israels bietet der amerikanischer Kollege Stephan Loewentheil im Rahmen seines jüngsten Judaica-Katalogs "THE HOLY LAND, ISRAEL & JEWISH HISTORY " an.


National Archives and Records Administration, Records of the Office of the Chief Signal Officer (111-SC-389297) [VENDOR # 121]


Keine neuen Schmonzetten mehr

London - Die viel schreibende britische Autorin Rosamunde Pilcher ist tot. Ein herber Schlag für ihren Verlag und das Fernsehen. Für Rowohlt dürfte sie etliche tatsächliche und angehende Nobelpreisträger quer subventioniert haben.

Von Original: Joel Rouse/ Ministry of DefenceDerivative: nagualdesign - www.defenceimagery.mod.uk, OGL 3, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=65165563
Niemand, außer vielleicht Inspector Barnaby und der Queen, prägte das Bild Englands in Deutschland so wie sie.

Von waterborough - photo shooting, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1085464
R.I.P.

Mittwoch, 6. Februar 2019

Leseförderung

München - Der Riva Verlag hat ein Poster im Programm, das 99 Bücher vorstellt, die man gelesen haben muß.

(c) Riva Verlag
Die abgearbeiteten Lektüren kann man freirubbeln und so den Leseerfolg sichtbar dokumentieren.

Montag, 4. Februar 2019

König wird 50, oder 80 Jahre alt

Köln - Der weit über die Grenzen der Domstadt hinaus bekannte Buchhändler Walther König wurde dieser Tage 80 Jahre jung, feiern will er aber erst in Kürze den 50. Geburtstag seines Kölner Ladens und Stammhauses in der, sic!, Ehrenstraße.

Von © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13903676

Die in der Kunstszene weltweit bekannte Marke "Buchhandlung König" hat es im Laufe der vergangenen fünf Jahrzehnte geschafft in nahezu jedem größeren Museum des Planeten präsent zu sein.

Den Grundstein zum Imperium legte der geniale Buchhändler, der ja eigentlich auch ein verkappter Antiquar ist, mit eben diesem Laden in Köln und seiner legendären temporären Buchhandlung in Kassel auf der 
von Harald Szeeman kuratierten documenta V.

Lieber Kollege, ad multos!

Freitag, 1. Februar 2019

London - Ein kurzer Hinweis auf eine logische Marketingidee: ein zweisprachiger Katalog über das "mittlere Reich" in englischer und chinesischer Sprache des Kollegen Daniel Crouch.

(c) Daniel Crouch

"Dear Collector,

We are pleased to announce the publication of our first bilingual catalogue, and the first dedicated to China: The Middle Kingdom 中國.

The works within this catalogue speak not only of the fascination and fear that has shaped Chinese and Western relations throughout the modern period, but also illustrates the rich interplay of these two great civilisations, that continues to the present day.

You can order the catalogue or download it as a PDF from our website.

Kind regards,

Daniel Crouch Rare Books"

New York - Die Ex-Kollegin Abby Schoolman schließt ihr Antiquariat in New York, wie das Börsenblatt berichtet, aber vielleicht betreibt sie ja ihr interessantes blog über moderne Buchbinderei in Amerika weiter, auf das wir auf diesem Wege hinweisen möchten:

"I am in love with books: the content, the structure, and the binding. Books, when everything goes well, are the perfect combination of my love of literature and decorative arts.

I’m a former antiquarian bookseller, archivist, and rare book librarian. I got to play with and talk about the best books in the world every day.

However, I didn’t realize until recently that something was missing. I dedicate this blog to those unintentionally responsible for my revelation: an auction house, a man with a vision, and a bookbinder.

This blog is not about them or my work. It is a chronicle of my investigations into contemporary designer bookbinding in the Americas. I don’t know what I will find. I don’t even know if what I write will be technically accurate. I do know that it will be fun.


Abby Schoolman"