Samstag, 31. März 2018

Nur ein Ei ...

Ostern - Die Redaktion gratuliert allen Leserinnen und Lesern, Kolleginnen und Kollegen, hier das Buch zum Fest:

(c) Prestel

Das Ei.
Mit Illustrationen von Britta Teckentrup.
96 S.   50 Farbabb.
Ab 6 Jahren.
19.99 EUR

(c) Prestel

"Das Ei, der Beginn allen Lebens, ist gerade rund um die Osterzeit überall präsent. Doch woraus bestehen Eier eigentlich? Und was passiert in ihnen? Legen nur Hühner, Gänse und Schwäne Eier – oder wer sonst noch? Britta Teckentrup hat spannende naturwissenschaftliche Informationen zu Farben und Formen, zu Vögeln und Nestern, zur Mythologie und zur kulturellen Bedeutung gesammelt und in faszinierende Bilder umgesetzt. Die Eier werden in Originalgröße in herausragenden künstlerischen Illustrationen abgebildet. "
(c) Prestel

Von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur als Naturbuch des Monats Juni 2017 ausgezeichnet.

Donnerstag, 29. März 2018

Die älteste Buchhandlung in der französischen Hauptstadt

Paris - Im ersten Arrondissement, Métro Palais-Royal, findet man in der rue Saint-Honoré die Librairie Delamain. Sie besteht seit dem Jahr 1700.


Par Agence Rol — Bibliothèque nationale de France, Domaine public, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9716067
Zum Zeitpunkt der Aufnahme (ca. 1909) gehörte die Buchhandlung dem Verlag Éditions Stock, heute dem Verlagshaus Gallimard. Das Gebäude in dem sich die Buchhandlung befindet ist ein Denkmal, gegenüber liegt die Comédie-Française und das Palais-Royal.

An diesem Ort verkauft die französische Verlagsgruppe auch lange vergriffene Werke aus den Tiefen des eigenen Lagers und angekaufte Raritäten, oft mit Verfasserwidmung. Schon allein wegen der Atmosphäre und den Kunden, oft Ministeriale aus dem nahegelegenen Kultusministerium.

Mittwoch, 28. März 2018

Bookish?

(c) Wallstein
"Bookish" wird gewöhnlich mit "gelehrt" oder auch "lesewütig" übersetzt. Als George Steiner 1988 in einem seiner Essays das "end of bookish times" postulierte, bezog er sich auf die Horizontlinien einer ganzen Epoche. "Bookish" beschreibt das Ergebnis einer Sozialisation, der spätestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts alle ausgesetzt sind, die lesen lernen. Die Massenkultur des Buches folgt der nahezu vollständigen Alphabetisierung der westeuropäischen Gesellschaften. Der Umgang mit Büchern hat seitdem das Verhalten von Menschen dort und anderswo nachhaltig geprägt. Heute, schon jenseits dieser "Buchzeiten", scheint manches daran seltsam bizarr und unvertraut. Längst ist es selbstverständlich geworden, Wissen von Bildschirmen abzulesen. Wir haben neue und andere Haltungen sowie Gewohnheiten angenommen, um nach Informationen zu suchen. In Büchern blättern wir oft nur noch zum Vergnügen. Wir brauchen sie nicht mehr unbedingt. Auch deshalb ist es Zeit für einen Rückblick.
Günter Karl Bose hat Fotografien aus den vergangenen 150 Jahren zusammengestellt, welche die zentrale Stellung des gedruckten Buches in Szene setzen: So werden zwei Geschichten verknüpft, die des Buches und die der Fotografie. Die ausgewählten 300 Aufnahmen aus den Jahren 1845 bis 1980 stammen aus der Sammlung des Autors und werden in den meisten Fällen erstmals publiziert. Sie fügen sich zu wechselnden Facetten eines Kaleidoskops, das zwanglos den Blick öffnet auf die "bookishness" der letzten beiden Jahrhunderte. Der Band wird eingeleitet mit einem Essay von Michael Hagner, der an der ETH Zürich Wissenschaftsforschung lehrt.
Das Buch entstand in Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig."

(c) Wallstein Verlag

Hier geht es zur Leseprobe.


Bose, Günter K. :   Bookish! .   
Ein Blick zurück .   Text: Hagner, Michael .   2017 .   Sprache: Deutsch.  240 S.   m. 275 Abb. .   29,5 mm .
978-3-8353-3160-0
29.90 EUR        

Sonntag, 25. März 2018

Von Büchern und Kisten ...

Mainz - Im Ventil-Verlag ist ein interessantes Buch erschienen, das man sich etwas näher ansehen sollte. Sogar der Frankfurter Kollege Rüger kommt darin vor:


(c) Ventil Verlag

"Bücher sind Träger von Erinnerungen, sie werden verschenkt, verliehen und verloren, gelesen und geliebt. Sie bieten Schutz vor dem Druck des Alltäglichen. Und Bücher erzählen Geschichten, auch die Geschichten ihrer Besitzer: In der eigenen Bibliothek sind wir Archivare unseres Ich, sie besteht aus den Stunden, Tagen, Jahren, die wir lesend verbracht haben. 


Büchermenschen wissen, wie viel Biografie, gesellschaftliches Gedächtnis und Vergnügen mit Büchern verbunden sein kann. Das Buch ist als Fluchthelfer in fremde Lesewelten, typografisches Gesamtkunstwerk und gefährliche Waffe im Kampf um Wissensmonopole wichtig wie eh und je, auch wenn seit Jahren das baldige Ende des gedruckten Buches prognostiziert wird. 


»Bücherkisten« präsentiert in Bild und Text die lebendige Gegenwart der Buchkultur und des Lesens, des unabhängigen Verlegens und Verkaufens von Büchern auf der Grundlage vieler Stunden Interviews mit Menschen, die ihre ganz persönlichen Büchergeschichten schildern. Autoren, Buchhändler, Verleger, Buchgestalter, Bibliothekare, Archivare, Sammler und viele andere »Buch-Wesen« kommen zu Wort, deren Erinnerungen Zusammenhänge erklären und eine aktuelle Kulturgeschichte des Buches im Zeitalter des Medienwandels entwerfen.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort

Immer wenn ich morgens aufstehe, bin ich überrascht, dass es mich noch gibt

> Wolfgang Rüger, Antiquariat Rüger, Frankfurt/Main

Ein Buch darf auch einfach ein Buch sein

> Friedrich Forssman, Buchgestalter, Kassel

Lesen ist ein körperliches Phänomen

> Dr. Arthur M. Jacobs, Professor für Allgemeine und Neurokognitive Psychologie, Freie Universität Berlin

Mein Sammelgebiet ist die Familie

> Gerhard Henschel, Schriftsteller und Übersetzer, Bad Bevensen

Arbeit ist gasförmig

> Peter Reichenbach und Daniel Beskos, mairisch Verlag, Hamburg

Auf Kampf eingestellt 

> Lothar Reher, Buchgestalter, Verlag Volk und Welt, Berlin

Nur das, was man sieht, ist sexy

> Annerose Beurich, Buchhändlerin, Stories, Hamburg

Landsubkultur

> Peter Engstler, Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön

Sonntags nie

> Frauke Untiedt, Leiterin Bereich Zentral Bücherhallen, Hamburg

Die Ästhetik des Tuns

> Benno Käsmayr, Maro Verlag + Druck, Augsburg

Wenn jemand liest, ist das schon die halbe Miete

> Hans Schmidt, ehemaliger Buchhändler, Thalia Buchhaus Campe, Nürnberg

Wir besichtigen das untergehende Buchzeitalter 

> Siegfried Lokatis, Universitätsprofessor Buchwissenschaft, Leipzig

Von Adorno bis Zeitschrift für Sozialforschung

> Dr. Albrecht Götz von Olenhusen, Urheberjurist und Sammler von Raubdrucken, Düsseldorf

Das Gute mit dem Schönen verbinden

> Cosima Schneider, Herstellungsleiterin und Buchgestalterin, Büchergilde Gutenberg, Frankfurt/Main

Wir waren nie so in Mode, dass wir aus der Mode kommen konnten

> Peter »Auge« Lorenz, Comicbibliothek Renate, Berlin

Das umgekehrte Prinzip des Klosters

> Katrin Möller-Funck, Geschäftsführerin Kempowski-Stiftung, Haus Kreienhoop, Nartum

Die Menschen wollen neue Bücher

> David Mesche, Buchhändler, Buchbox, Berlin"

(c) Ventil Verlag


Bücherkisten Von Menschen und Büchern
Felix Gebhard / Jörn Morisse


Hardcover

184 Seiten
Dezember 2017
28,00 €
ISBN 978-3-95575-079-4

Dienstag, 20. März 2018

Achtung: Satyre!

Düsseldorf - Im März 2018:

§ Feierliche Datenschutterklärung[sic!] §

Wie Sie vielleicht nicht wissen, bin ich die ärmste Sau im globalen Dorf, der Antiquar.


Von Carl Spitzweg - The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202. Distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=159097

Sie haben mich "über google" gefunden und bestellen mein Buch nun "über amazon" (ZVAB oder abebooks), bezahlen werden Sie es in der Regal über einen der globalen Großkraken, gebracht wird es Ihnen dann von den Sklaven der diversen Zusteller, die ebenfalls Ihre Daten speichern.

Gleichwohl werfe ICH mich den lauernden Abmahngeiern zum Fraße vor, denn wenn ich hier jetzt etwas falsches schreibe, zu viel, oder zu wenig, bin ich dran, und nicht die (s.o.).

Somit erkläre ich feierlich, daß die alle (s.o.) Ihre Daten weiterverarbeiten, weiterverbreiten, ausschlachten, analysieren und für jeden anderen Zweck als den gewünschten benutzen, aber nicht ich.

Ich würde Ihre Daten überhaupt nicht benötigen, kein Fitzelchen davon, wenn Sie einfach selbst in unseren Laden kommen würden.
Anonymes shoppen wenn gewünscht, völlig ohne Transparenz und Sicherheitsrisiken, solange Sie nicht zu übermütig auf der Leiter herumturnen.

War das früher schön!

§ Ende der Datenschrottverklärung[sic!] §

[CS]

Montag, 19. März 2018

Neue Prachteinbände

Bonn - Ein interessantes Geschäftsmodell hat die Firma Schmuck-Werk Stefani Köster, das sie auf ihrer Internetseite "prachteinband.de" vorstellt. 
(c) prachteinband.de
Dort könnte man sich einen kostbaren neuen Einband für sein Lieblingsbuch z.B. im Stil der Gotik bestellen, die Preise sind für den irrwitzigen Aufwand sicherlich gerechtfertigt, aber m.E. eher prohibitiv.


Freitag, 16. März 2018

Das größte Antiquariat Berlins?

Berlin - Harald Hentrich bietet auf über 1300 Quadratmetern in Steglitz ca. 400.000 Bücher an, nach seiner Aussage derzeit das größte Antiquariat in Berlin, das Antiquariat Hennwack.


(c) Antiquariat Hennwack, Berlin
Neben dem An- und Verkauf antiquarischer Bücher, Graphik, Karten und Noten werden auch Spezialabteilungen wie Geisteswissenschaften, Kunst, Architektur, Judaica und Orientalistik gepflegt.


Online ist ein Teil der vielen Bücher über antiquariat.de zu finden.


Alle übrigen vor Ort:


Antiquariat Hennwack
Albrechtstr. 111
12167 Berlin-Steglitz
+49(0)30/516 55 109
AntiquarHennwack@aol.com

Mo.-Fr. 10-18 Uhr
Sa. 10-14 Uhr

Donnerstag, 15. März 2018

Skurile Titel ...

„Das Buchland im Keller unter uns ist unglaublich viel mehr, als diese Aneinanderreihung von gefüllten Regalen. Dort findet man billige Klischees, abgedroschene Fantasien und halbe..."
(c) acabus Verlag

Hamburg - Im acabus Verlag sind einige kuriose Titel von Markus Walther erschienen, die allein schon vom Cover her unser Interesse wecken. 


(c) acabus

"Das Buchland ist tot, das Antiquariat verlassen. Nach dem verheerenden Brand ist Beatrice ihre eigenen Wege gegangen und widmet sich ganz dem neuen Familienleben. Doch die Vergangenheit holt sie..."
(c) acabus
"Sie wusste um das mächtige Eigenleben des geschriebenen Wortes, wusste um die Magie, die die Realität um die Fiktion krümmte, wie das Weltall den Raum um die Masse."

Mittwoch, 14. März 2018

The Legacy Press - Books about Printing, Paper and Bookbinding Arts

Ann Arbor - Im US-Staat Michigan befindet sich heute der Sitz eines für uns Sammler und Antiquare sehr interessanten Verlages, die oben erwähnte Legacy Press, die von Cathleen A. Baker vor 11 Jahren gegründet wurde.


(c) The Legacy Press

In diesem kleinen, aber feinen Verlag findet der interessierte Leser, natürlich auch die neugierige Leserin Bücher zum auf deutsch sehr lieblos "Buchwesen" genanntem Thema, das englisch sprechende Menschen "Books on books", oder eben "Books about Printing, Paper and Bookbinding Arts" nennen.


(c) The Legacy Press

Hier die Selbstdarstellung der Verlegerin in ihren eigenen Worten, ihre Bücher sind oben unter dem Verlagsnamen verlinkt:

"Established in 1997 in Tuscaloosa, Alabama, by me, Cathleen A. Baker, The Legacy Press is now located in Ann Arbor, Michigan. The first books issued under this imprint were printed by hand and fulfilled the degree requirements for the MFA in Book Arts at the University of Alabama. The out-of-print titles for these fledging efforts are viewable on another page.
My thesis project was Endgrain Designs & Repetitions: The Pattern Papers of John DePol co-
authored with John DePol (1913–2004), the celebrated American wood engraver. The friendship that arose from that project was cherished by us both, and I continue to keep John’s remarkable work available to book-arts practitioners and collectors. (The limited edition is now out-of-print, and an offset edition was published in mid-2015.)
While printing Endgrain Designs on my Vandercook No. 4 in the summer of 2000, I often wondered what it would be like to publish books that did not take so much time at the press and that could be offered at much more affordable prices. Consequently, I decided that The Legacy Press would specialize in well designed, offset-printed books. In 2005 after finishing my PhD at U-A, I moved to Ann Arbor in my home state and was Senior/Exhibitor Conservator for The University of Michigan Library. In March 2016, I retired from the University and I am now Conservation Librarian Emerita.
The first offset-printed book that The Legacy Press published was Dorothy Field’s wonderful illustrated essay, Paper and Threshold: The Paradox of Spiritual Connection in Asian Cultures (2007, now out-of-print). It was printed in full color in China in order to keep the costs down. I was very pleased with the results, and the book won a 2008 Independent Publisher Book Award Bronze Medal.
A few years ago, while discussing a book project with my friend and fellow Ann Arborite, book conservator and bookbinding historian, Julia Miller, she expressed a desire to have her book printed in Michigan in order to support local businesses – the state’s economy had taken a downturn. To my surprise, I discovered that Ann Arbor has a long history as a “printing” town, and there are a number of respected book manufacturers located within a few miles of my home office. With the publication of  Elaine Koretsky’s, Killing Green: An Account of Hand Papermaking in China (2009), all of The Legacy Press books have been printed and bound locally. While this increases the cost/price of books somewhat, I feel it was the right decision, and the added bonus is that I can talk to printing professionals face-to-face.
The year 2010 was a landmark one. Julia Miller’s Books Will Speak Plain: A Handbook for Identifying and Describing Historical Bindings was issued a few months after my book was published: From the Hand to the Machine. Nineteenth-Century American Paper and Mediums: Technologies, Materials, and Conservation. The latter work is based on knowledge accumulated over my forty+ years as a conservator and book-arts practitioner.  Since their publication, both of these books have secured several national awards. In 2014 after two printings, the 2nd edition of Books Will Speak Plain was issued, and From the Hand to the Machine is in its 2nd printing.
Other award-winning books include Aimee Lee’s Hanji Unfurled: One Journey into Korean Papermaking (2012) and is in its 2nd printing. A Song of Praise for Shifu by Susan Byrd is a much decorated title (2013). Among other honors, it was named the Best Micro-Press Book 2014 by the Eric Hoffer Book Awards. Sheila Waters' poignant and revealing book Waters Rising: Letters from Florence was published in 2016, exactly 50 years after the devastating flood in Florence from which emerged the origins of library and archives conservation education. Waters Rising recently received the 2017 Society of American Archivists Preservation Publication Award. The Paper & Mediums Study Collection, compiled by myself, is a limited-edition portfolio comprising 63 paper samples and examples of printing and drawing mediums. Despite the high price, it sold out and has received very good reviews.
Vol. 1 in the series, Suave Mechanicals: Essays on the History of Bookbinding, edited by Julia Miller, was published in early 2013, Vol. 2 in March 2015, and Vol. 3 in October 2016. Vol. 4 was published in November 2017, and Vols. 5 & 6 are in progress. Two new series are in the formative stage: Papermaker 's Tears: Essays on the Art and Craft of Paper, edited by Tatiana Ginsberg and Historia Typographica: Essays on the Art of Printing and Beyond, edited by Pablo Alvarez.
In October 2016, the monumental book (nearly 700 pages), Yours Respectfully, William Berwick: Paper Conservation in the United States and Western Europe, 1800–1935 by Christine A. Smith was published; 50 special copies with pieces of the silk crepeline that Berwick used to repair George Washington's Last Will and Testament are also available. A slight deviation from the books that The Legacy Press usually publishes is the exhibition catalogue by Pablo Alvarez, The Art and Science of Healing: From Antiquity to the Renaissance, which appeared in early February 2017 to coincide with the opening (it closed on 30 April). Quickly following that book was the publication of the 2nd edition of Peter and Donna Thomas' wonderful book, They Made the Paper at Tuckenhay Mill: Interviews with Retired Hand Papermakers. The book features reminiscences of the daily activities of 8 men and women who worked in the mill and includes a surprising amount of very interesting information about hand papermaking as practiced in England from between the World Wars to 1970 when the mill closed.
A number of new titles, including Julia Miller's second book, Meeting by Accident, are in preparation for publication in 2018; click here for more information.
In addition to editing and designing The Legacy Press books, Cathy is busy conducting research into the first manufacture of wove paper in the West. This paper appeared in John Baskerville's Publii Virgilii Maronis (Birmingham, U.K., 1757). She is convinced that James Whatman Sr. made this wove paper not on a woven-wire cover, as has been surmised by generations of paper historians, but instead on a piece of cloth secured to the top of a single-face laid mould. She has successfully conducted numerous papermaking experiments with the help of Timothy Barrett at the University of Iowa Center for the Book and Timothy Moore, mould maker. To solidify her knowledge and familiarity with this paper and the book, generally, Cathy has visited public and private collections across the country and by the end of 2017, she had examined 84 copies. In 2018, she will travel to England to research the archives of Baskerville and Whatman. She would greatly appreciate any financial help and to facilitate this, she is a member of Fractured Atlas, a non-profit foundation that can accept tax-deductible donations on her behalf ..."

Dienstag, 13. März 2018

PBFA-Messe in Oxford

Von Diliff - Eigenes Werk, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1287403
Oxford - Wer am 21. oder 22. April zufällig in der altehrwürdigen englischen Universitätsstadt weilen sollte, kann die Chance nutzen und die dortige Antiquariatsmesse der "Provincial Booksellers Fairs Association" besuchen.




Montag, 12. März 2018

Eine Oase in London ...

London - Mitten im Herzen Englands befindet sich eine uralte juristische Institution mit eigener Bibliothek, das Lincoln's Inn.


Von Mike Quinn, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7007727
Wir illustrieren den Hinweis auf diesen eindrucksvollen und geschichtsträchtigen Ort und seiner Bibliothek mit Bildern einer schönen Euripides-Ausgabe, die der Münchener Antiquar Thomas Rezek derzeit online auf antiquariat.de anbietet und die einmal zum dortigen Bestand zählte.


(c) Antiquariat Thomas Rezek

(c) Antiquariat Thomas Rezek

(c) Antiquariat Thomas Rezek

Samstag, 10. März 2018

Die EU schüttet das Kind mit dem Bade aus ...

Update (13.03.2018): Der Verband Deutscher Antiquare bittet ebenfalls um Mithilfe in dieser Angelegenheit:
"Die EU hat im vergangenen Jahr eine neue Gesetzesinitiative zur Einfuhr von Kulturgütern aus Drittstaaten (USA, Schweiz etc.) in ihren Geltungsbereich gestartet. Die Verordnung würde, sofern sie wie im Moment geplant zur Anwendung käme, alle Bücher und Grafiken betreffen die älter als 250 Jahre sind. Aus diesem Grund möchten wir Sie bitten, senden Sie den angehängten Musterbrief an den oder die in Ihrem Bundesland oder Wahlkreis zuständigen EU-Abgeordneten.
 Unter folgendem Link finden Sie eine Auflistung der Abgeordneten nach Bundesländern sortiert."



(c) heineantiquariat.de

Brüssel - Der Antiquar und Betreiber der Meta-Suche vialibri.com Jim Hinck schlägt Alarm:


  • New EU Anti-Terror Import Regulations Will Target Bibliophiles

    If proposed new EU regulations are approved, European book collectors and dealers may be in for an annoying surprise when they make their first imported purchases in 2019. Starting next year they may become subject to new import regulations that will significantly complicate the process of buying old books, prints and manuscripts from sources outside the EU.  The  purpose of the changes is to combat the looting and smuggling of antiquities and prevent the financing of terrorism through the illicit trade in cultural goods.  While the need for the new regulations is presented almost entirely in relation to the war on terror, the sweeping new rules themselves will be applied comprehensively and include no provisions for exempting goods from areas which are free from armed conflict or terrorist activities.

    The new regulations apply to a broad range of cultural goods, but none will be impacted more adversely than books.  The new procedures are as follows:
    If a book, engraving, print, document or publication of “special interest” that is more than 250 years old is presented for import in any EU member state the owner or “holder of the goods” will be required to submit a signed importer statement to customs authorities in the country of entry. The statement must include a declaration that the books have been originally exported legally from their source country. However, in cases where the export country (distinct from the source country) is a “Contracting Party to the UNESCO Convention on Cultural Property” then the holder of the books must  provide a declaration that they have been exported from that export country in accordance with its laws and regulations. Needless to say, while the proposal specifies books and documents of “special interest” it does not give any more explicit criteria for defining what this means and the notion of “special interest,” on its own, is sufficiently vague and subjective to include, in practice, virtually any book that someone might want to import.
    More strenuous requirements apply to incunabula and manuscripts that are more than 250 years old. In this case an import license must be applied for and documentation must be supplied to substantiate that the cultural goods in question have been exported from the source country in accordance with its laws and regulations.  When the goods in question are being exported from someplace other than the source country, and the exporting country is a signatory of the UNESCO convention, then the application needs to be accompanied by documents and information substantiating that the cultural goods have been exported legally.  The application must be presented to a “competent authority” (presumably a customs office) which will have 90 days to examine the application and accept or reject it.  The application can be rejected if the applicant is not able to demonstrate that the goods were exported from the source country “in accordance with its laws and regulations.” In the case where the goods are being exported from a country that is a UNESCO Convention signatory, then the application may be rejected if the goods were not exported in accordance with that country’s laws and regulations.  It is tedious to spell them all out, but those are the new rules and we may all need to understand them  very soon.
    The regulations are broad in scope and apply to numerous categories of cultural goods besides books, prints and manuscripts. There are exemptions for items less than 250 years old and special provisions for transit and temporary exhibition. Items from all source countries are included and imports from all non-EU countries must be cleared.  There are no value thresholds similar to those generally applied to the export of cultural objects, such as found in  EU Regulation 116/2009.  No distinction is made between commercial and personal property.  There is nothing to indicate that EU citizens may bring their own personal goods into the EU from outside of it without going through the import procedures.  Thus, there is nothing to assure an EU resident who leaves the Union with personal cultural goods in January that he will will be able to return with those goods in February without being subject to import regulations.
    All of which might be made to seem like just another of those common annoyances that have become part of post 9/11 life if there was some prospect that it might actual help in the fight against terrorism.  But I doubt that will happen, at least as far as books and manuscripts are concerned.  I don’t doubt that the part of the regulations that target archaeological artefacts, sculptures and artwork could have some impact in reducing the lucrative illicit demand for these objects, for which there is a significant European market.  But books, prints and manuscripts are an altogether different story. The books that have been looted or ransacked by terrorists from libraries in the Middle East were generally of a religious nature and written in Semitic languages, such as Arabic and Aramaic.  The primary market for these books is from Islamic and Middle Eastern buyers who can read the texts and have a cultural connection to them.  If these books are being looted in order to sell them then this is the market that encourages their theft. Obstructing export channels to legitimate european buyers will do nothing to reduce the illicit market that will continue to thrive elsewhere.  The overwhelmingly Western books that will enter the EU subject to these new rules will be irrelevant to the illicit market that finances terrorism.

    With respect to books, the controls which have been defined depend on the ability of owners/importers (“holders of goods’) to prove or declare that the imported goods were legally exported from the country in which they were created.  This requirement will be particularly problematic for book and print sellers. Free trade in books has existed since before the invention of printing and the legal undocumented exportation of books has historically been standard practice in all but exceptional cases. Early export documents for books do not exist.  Thus, an individual who seeks to import a pre-1768 book into the EU will either be required to make a signed declaration about facts he is unable to know, or, in the case of incunables, to provide supporting documentation and information it would be impossible to have. Books are inherently portable and created with the anticipation that they will be widely distributed to various parts of the world.  The circumstances under which an individual 18th century book may have been exported from the country it was printed in is almost certain to be unknown. One may assume that its first exportation was legal, but the possibility of smuggling or theft can almost never be absolutely ruled out.  In nearly all cases, a signed declaration affirming that such a book was exported from its source country “in accordance with its laws and regulations” could only be made fraudulently.
    Another remarkable omission is the lack of any exception for the situation where the source country is the same as the country into which the book is being imported. Thus, a German collector wanting to purchase a German incunable from an American bookseller would be required to obtain an import licence and produce “supporting documents and information substantiating” that the incunable had been exported in accordance with German laws and regulations. Even if it is only a €50 topographical print of Munich, the buyer will be required to submit an importer statement with a description of the item and a signed declaration regarding the legality of its initial export from Germany.
    Of even greater concern is the fact that the powers created for this new import authority are not just limited to the simple denial of the right to import. Although the implementation details for this are not spelled out in the actual regulation as proposed, the press release issued by the European Commission states clearly that “Customs authorities will also have the power to seize and retain goods [their emphasis] when it cannot be demonstrated that the cultural goods in question have been legally exported.” Thus, seizure will be authorised not just when illegality can be proven, but also when the absence of illegality cannot be proven. I do not think I need to spell out the implications of this newly granted authority.
    The sweeping scope of the categories of goods targeted by these regulations is also puzzling, if not disturbing.  They force me to wonder whether the legitimate goal of fighting terrorism hasn’t now been inflated into a general challenge to the entire marketplace for cultural goods of all types. Apart from books and manuscripts, the list of protected categories includes:
    • “sound, photographic and cinematographic archives”,
    • “postage, revenue and similar stamps,”  
    • “original artistic assemblages and montages in any material,”
    • “specimens of fauna, flora, minerals and anatomy.”
    • “objects of ethnological interest,”
    • “objects relating to history, including the history of science and technology and military and social history, to the life of national leaders, thinkers, scientists and artists and to events of national importance,”
    Fortunately, for now at least, items less than 250 years old, regardless of category, are exempt. Given that threshold, one has to wonder why the first two categories above have been included at all.  Indeed, given the repeated anti-terrorist justifications for these regulations, one wonders why it was found necessary to include any of the categories listed above. It is hard to dismiss the suspicion that the fight against terrorism, which enjoys broad popular support, is here nothing more than a pretext for the EU to put in place a system of import controls for all cultural goods, regardless of threat, price or origin. Once that framework is securely in place we should not be surprised to see the 250 year thresholds periodically reduced, if not eliminated altogether.
    The 24 page Explanatory Memorandum issued by the European Commission expresses little or no concern for the burdensome impact these regulations will place on the rights of its citizens to purchase and receive cultural goods, such as books and manuscripts, from sources outside the EU. The proposal skips lightly over the extent to which these rules will impede legitimate trade, and ignores entirely the obstacles they will place in the way of individuals who, for example, build rare book collections or engage in historical research.  To my mind at least, these are important activities that support the cultural interests of everyone and should be protected rather than challenged. Surprisingly then, the Memorandum reveals no effort to measure these activities or evaluate how they will be affected by the rules that are to be imposed.  Admittedly, the market for old books is complicated and widely dispersed.  No accurate statistics about its size have been published.  The question of how many books and manuscripts in the open marketplace will be subject to the proposed regulations is ignored.  Although exact numbers are not available, an examination of viaLibri search records tells me that the number of pre-1768 books, manuscripts and prints for sale on the internet must exceed 400,000 items, and is probably even higher than that. It is impossible to know how many of these are sold each year, but I would not be surprised if the number fell safely into six figures. And they would not all be very expensive, as a few test searches on viaLibri would show.  The majority appear to be under $300, and there are even a few that are priced at less than the cost of shipping them internationally.

    The memorandum reports that, during a 3 month assessment process begun  in October 2016, 305 “contributions” were received from “stakeholders,” including “citizens, enterprises, professional associations and interests representatives, NGOs and civil society, [and] public authorities.” It is unclear, however, how many individual contributors are included in that number and who those contributors were.  The International League of Antiquarian Booksellers, we know, was not among them.  Thus, the single largest, oldest and most important professional association in the field of early books and manuscripts was not involved in the assessment process . An omission as serious as that cannot give anyone much confidence in the product of those deliberations.  Fortunately, these regulations have not yet been voted into law and there is still time to save ourselves from them. The ILAB has now sent a letter of concern to the individual members of the European Parliament who appear to have authority on this proposed legislation. These are:
    – Daniel Dalton (UK)       http://www.europarl.europa.eu/meps/en/35135.html
    – Alessia Maria MOSCA (IT)http://www.europarl.europa.eu/meps/en/124868.html
    – Santiago FISAS AYXELÀ (ES)http://www.europarl.europa.eu/meps/en/96729/SANTIAGO_FISAS+AYXELA_home.html
    – Kostas CHRYSOGONOS (GR)http://www.europarl.europa.eu/meps/en/125061/KOSTAS_CHRYSOGONOS_home.html
    If you also have concerns about this legislation you may want to write to them yourself. I know I intend to.

Update (14.03.2018): Auch der Börsenverein des Deutschen Buchhandels berichtet nun online hier über das Problems.

Donnerstag, 8. März 2018

DIE Alternative zum Diesel für Antiquare?

Hamburg - Wie der SPIEGEL heute online berichtet fördert die Bundesregierung ab sofort (und auch rückwirkend) Transport-Fahrräder, sogenannte "cargobikes", auf deutsch auch Schwerlasträder genannt.

(c) http://chike.de/
Außerdem werden Testräder zur Verfügung gestellt.

Es wird spannend sein zu sehen, wie wir Antiquare zukünftig kraft unserer gestählten Körper die Bananenkisten durch die Städte strampeln.

Mittwoch, 7. März 2018

Die Welt ist ein seltsamer Ort ...

Frankfurt am Main - Alle echten Antiquare müssen jetzt sehr stark sein: der Börsenverein des Deutschen Buchhandels vermeldet twitternd und via facebook, daß der für unsere Branche zuständige Redakteur einen der mit kostenlosen Büchern gefüllten Schränke mit einem weiteren Buch anreichert, Beweisphoto anbei:

(c) BBBBBB

Und es handelt sich ausgerechnet auch noch um dieses Buch!

"Björn Biester, Leiter der Historischen Kommission und verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „Aus dem Antiquariat“, stellt heute ein Buch in unseren Offenen Bücherschrank: „Die 1962 begründete Stuttgarter Antiquariatsmesse ist die älteste und wichtigste Veranstaltung ihrer Art im deutschsprachigen Raum. Viele der Ausstellerinnen und Aussteller haben zu dieser Messe einen besonderen Bezug und beteiligen sich daran seit Jahrzehnten regelmäßig. Das Buch ‚Der Antiquar lässt sich fotografieren‘ dokumentiert 59 fotografische Porträts von Antiquarinnen und Antiquaren, angefertigt von Joachim W. Siener während der Stuttgarter Messe 1985, jeweils begleitet von einer Kurzbiografie. Ein ungewöhnliches Zeitdokument, dem eine Skizze der Geschichte der Stuttgarter Antiquariatsmesse aus meiner Feder vorangestellt ist.“
Das Buch steht ab sofort im Offenen Bücherschrank der Börsenvereinsgruppe und wartet auf den schnellsten Abholer.
[Jeden ersten Montag im Monat stellen wir ein ganz besonderes Buch in den Offenen Bücherschrank im Innenhof des Frankfurter Haus des Buches. Wo? Braubachstraße 16, 60311 Frankfurt am Main]"

[CS]

Montag, 5. März 2018

Café oder Antiquariat, oder beides?

Madrid - In der iberischen Metropole findet man in einer stillen Seitenstraße


(c) J&J Books

das J & J Books and Coffee, die Spezialität sind Bagels .... und englischsprachige Bücher.

(c) J&J Books
Weitere Photos finden sich hier im Netz.