Dienstag, 12. Dezember 2017

Klein, kleiner, mini ... Miniaturbuch-Sammlung in Iowa

Iowa - Die Universität von Iowa beherbergt seit 1996 in der Sondersammlung ihrer Bibliotheken die Miniaturbuchsammlung von Charlotte M. Smith, die bis heute auf 4000 Exemplare angewachsen ist.

(c) The University of Iowa Libraries
Unter den tausenden Titeln befindet sich auch eine nur 4 mm "große" Bibel, die im blog der Bibliothek genauer beschrieben wird.

(c) The University of Iowa Libraries
Der amerikanische Sender NBC hat über die Sammlung einen kleinen Film gedreht, der hier zu sehen ist.


Montag, 4. Dezember 2017

Verbrannt, geraubt, gerettet !

Von Daniel Neugebauer (nick: Energiequant) - Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=782117
Das Mahnmal von Micha Ullman am Berliner Bebelplatz (Opernplatz), ein unterirdischer Raum mit leeren Bücherregalen.

"Verbrannt, geraubt, gerettet !" Unter diesem Titel findet sich eine begleitende Schrift zur Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung zum 70. Jahrestag der Bücherverbrennung im Netz, die diese perverse Aktion einiger deutscher Studenten am 10. Mai 1933 aus der Sicht und am Beispiel der betroffenen Gewerkschaftsbibliotheken schildert.






„Das war ein Vorspiel nur, dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ – 1821 lässt der junge Heinrich Heine einen spanischen Moslem diesen Satz auf die Nachricht antworten, dass der katholische Kardinal in Granada den Koran in die Flammen warf. Die nationalsozialistische Herrschaft hat Heines Prophezeiung – sie stammt aus seinem ersten Werk, der Tragödie „Almansor“ – in grausiger Weise umgesetzt. Schon im Mai 1933, nicht einmal vier Monate nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler, brannten in Deutschland die Bücherhaufen in deutschen Universitätsstädten, später Leichenberge in den Konzentrationslagern.

Angela Graf a.a.O.

Mittwoch, 29. November 2017

Adieu, Charlie Hebdo .. zumindest was die deutsche Ausgabe angeht ...

Paris - Wie diverse Medien melden, wird die deutsche Ausgabe von Charlie Hebdo morgen zum letzten Mal erscheinen.

(c) Charlie Hebdo
Offensichtlich sind der deutsche und der französische Humor nicht unbedingt massenkompatibel, hélas!

(c) Charlie Hebdo

Was man aus alten Büchern alles machen kann ...

(c) Mme Fuchs
Seltsame Papierlandschaften, Regale, Stehlampen etc. ... das alles und noch viel mehr läßt sich aus alten Büchern herstellen, wenn man es konsequent vermeidet sie zu lesen aber sie stattdessen als "nachwachsenden" Rohstoff ansieht.

Und wenn man einmal gar keine echten Bücher hat, macht man/ frau sich selbst welche:

(c) InesFelix


Dienstag, 28. November 2017

Neuerscheinung im Böhlau Verlag über Erik-Ernst Schwabach

(c) Böhlau Verlag
Peter Widlok: Erik-Ernst Schwabach (1891-1938). Verleger, Autor und Mäzen des Expressionismus. Böhlau-Verlag 2017. 299 S. mit 20 Abb. Gb. ISBN: 978-3-412-50903-3. 40.00 Euro

Peter Widlok studierte Publizistik, Germanistik und Slavistik. Dr. phil., lebt und arbeitet als Wissenschaftler und Journalist im Rheinland.

"Ein Buch über einen zu Unrecht „Vergessenen“: Erik-Ernst Schwabach (1891-1938). Der Bankierserbe (S. Bleichröder Bank; Neffe von Paul von Schwabach) tauchte um 1912 im Leipziger Literaturmilieu auf und betätigte sich zunächst als Unterstützer des Verlegers Kurt Wolff. 


Von FabHol - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=64232178

Er gab die „Weißen Blätter“ heraus, die schnell zur wichtigsten Literaturzeitschrift wurden. Getrieben von großem literarischem Ehrgeiz trat Erik-Ernst Schwabach auch selbst als Autor in Erscheinung, etwa von spannungsreichen Novellen.

Viele Zeitgenossen jedoch sahen in ihm nur den Mäzen oder, wie Walter Hasenclever, eine „Chiffre für Geld“. Alfred Kerr erinnerte sich wehmütig an prunkvolle Feste auf Schwabachs geliebtem Schloss Märzdorf in Schlesien. 


https://www.europeana.eu/portal/de/record/08535/local__default__B_3481.html

Dort und in seinem mondänen Salon in Berlin kamen viele Dichterkollegen zusammen. Heinrich Mann etwa las 1916 bei Schwabach aus dem noch unveröffentlichten „Untertan“ bei einer privaten Soirée vor. Andere Weggefährten waren u.a. Carl und Gerhart Hauptmann, Max Herrmann-Neiße und Else Lasker-Schüler.

Als er sein vormals enormes Vermögen in der Inflation verlor, begann Schwabachs dramatischer Abstieg. Er musste Ende der zwanziger Jahre seine großartige Bibliothek 


http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/graupe1930_11_14/0001?sid=bafb728d1e4653e9ec961946a9e43f8f
und die kostbare Schlosseinrichtung versteigern. Als Autor der „Literarischen Welt“ versuchte er in Berlin zu überleben. Nach 1933 ging der Sohn eines konvertierten Juden als Drehbuchautor nach London, wo er im April 1938 verarmt und heimatlos geworden - und als Opfer eines denkwürdigen Betruges - starb."

Freitag, 17. November 2017

Antiquare sind "kleine" Selbständige, deswegen ...

Internetinitiative - Die Petitionsplattform "change.org"" bietet die Möglichkeit für alle Selbständige, die mit ihrem Krankenversicherungsbeitrag nicht einverstanden sind, zu protestieren, auch ich habe das getan und bitte um Beteiligung und Solidarität.

(c) change.org

Hallo,

ich habe gerade die Petition „Bundesgesundheitsministerium: Gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige" unterschrieben und wollte Sie fragen, ob Sie auch mitmachen, i
ch vermute mal, daß dies ein Thema ist, das uns alle betrifft​.


Unser Ziel ist es, 150.000 Unterschriften zu sammeln und dafür brauchen wir Unterstützung. Hier können Sie mehr über die Petition erfahren:

http://chn.ge/2A6maLs

Vielen Dank!


Christoph Schäfer


(
Heinrich Heine Antiquariat, Düsseldorf)

Dienstag, 14. November 2017

Achtung Kalauer: Nur 'ne tote bag ist 'ne gute ...

(c) strandbooks.com

New York - "The Strand" hat die coolsten Einkaufstaschen für Bücher, eine zum Kaufen, die andere als Zugabe beim Großeinkauf.


(c) strandbooks.com
(c) strandbooks.com
(c) strandbooks.com














Nicht nur die womöglich größte Buchhandlung der Welt, sondern auch designmäßig ein sehr ernst zu nehmender player mit massig eigenem "merchandising".

[CS]