Samstag, 8. Juni 2019

Open air in Bocholt Ende Juni

Bocholt - Heimspiel für die Kollegin Monika Grevers vom Bocholter Antiquariat "carpe diem": der Büchermarkt zu Hause:

"Falls einer der Kollegen/Innen noch Interesse an der Teilnahme an meinem 10. Büchermarkt vor Liebfrauen am 29. Juni 2019 in Bocholt hat,
darf er/sie sich gerne bei mir melden.

10. Büchermarkt vor Liebfrauen
Samstag, 29. Juni 2019, 10-17 Uhr
Langenbergstraße Bocholt

Von Chris06 - Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6626739

Viele Grüße
Monika Grevers

Antiquariat carpe diem
Monika Grevers
Niederbruch 22
46397 Bocholt
tel. 02871 2421150
fax 02871 2421152
www.antiquariat-carpediem.de
Mitglied im Verband Deutscher Antiquare e.V."

Donnerstag, 6. Juni 2019

Mutige Existenzgründer in Wien gefragt

Wien - Wir unterrichten hiermit über die Nachfolgesuche der Wiener Kollegin Susanne Burdis-Schäfer, die in Pension geht.


(c) für alle Abb.: S. Burdis, Wien

"Sehr geehrte Kollegen,

Antiquariat Buchseite gegründet 1991 sucht wegen Pensionierung einen Nachfolger. Derzeit lagernd ca 70.000 erfasste Bücher. Erfasst mit WH-soft inkl. Bildern zu jedem Buch und fachgerechte Artikelbeschreibung. Sehr günstige Geschäftsräume mit ca 320 m2 im Herzen Wiens mit Wohnung könnten auch übernommen werden. Der Internetauftritt mit Adressen könnte natürlich auch übernommen werden. Übernahme nach Vereinbarung wobei natürlich bei Interesse auch nur die Bücher übernommen werden können.


Bei Interesse bitten wir um Kontaktaufnahme unter: info@buchseite.at

Mit freundlichen Grüßen
Antiquariat Buchseite"
www.buchseite.at


Montag, 3. Juni 2019

Zum zweiten Mal: firsts - London Rare Book Fair 2019 in Battersea

(c) firsts

London - Vom 7. bis 9. Juni 2019 findet im Battersea Park die diesjährige Antiquariatsmesse "firsts" in Kooperation mit der ILAB und dem marelibri-Partner biblio statt. 

Sie wird von einem Messe-Komitee mit Unterstützung der ABA organisiert



"This major three-day event is one of the largest and most prestigious antiquarian book fairs in the world. Showcasing rare, unique and unusual items from more than 150 leading UK and international dealers, Firsts London is the jewel in the crown of Rare Books London, which celebrates old and rare books, with special events and behind-the-scenes activities for bibliophiles during May and June.

From museum-quality medieval manuscripts to modern signed first editions such as Harry Potter, visitors to the fair can literally hold history in their hands as they view and buy rare books, maps, prints, photographs, ephemera and original artwork. Whether you are an established collector or new to collecting, exhibitors welcome you to browse their Highlights, and to get in touch prior to the Fair. They will be happy to bring specific items for your inspection, and this is an excellent opportunity to make new contacts in your area of interest.

In addition to regular and new exhibitors, we have a carefully selected series of live events run by specialist organisations and craftspeople. Fascinating hands-on workshops (including family-friendly activities) give visitors a chance to dive straight into the world of fine printing, bookbinding, and calligraphy. You can find out what makes a book rare and learn more about all aspects of book-collecting - and much more - on our popular expert-led guided tours.

The Fair is presented and managed by the Antiquarian Booksellers’ Association (ABA), in collaboration with the International League of Antiquarian Booksellers (ILAB). These internationally recognized badges of excellence guarantee the accuracy of description and authenticity of all items for sale, as well as the professionalism and knowledge of the exhibitors.


Firsts London is a highlight of the year for bibliophiles around the world."

Freitag, 31. Mai 2019

Der Gemeinschaftskatalog der Antiquare 2019 erscheint in den nächsten Tagen

Berlin - Die GIAQ e.G. teilt mit, daß der neueste Gemeinschaftskatalog der Antiquare ab Montag, 03. Juni 2019 in 4400 Exemplaren direkt von der Druckerei an die Sammler*innen verschickt wird.


(c) GIAQ e.G.
Nach der sehr freundlichen und positiven Besprechung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im letzten Jahr wurde die Auflage wegen der großen Nachfrage in diesem Jahr noch einmal erhöht.

Mit 62 Teilnehmern, jeweils fünf mehr als 2018 und 2017:

Zum ersten Mal dabei: Bührnheims Literatursalon & Antiquariat (Leipzig; seit kurzem auch GIAQ-Mitglied) und Antiquariat Langguth - lesen hilft (Köln).

Frisch getrennt, aber dabei: Jürgen Patzer (Konstanz) und Michael Trenkle (Aach).

Und wieder dabei: Antiquariat Canicio (Heidelberg; das letzte Mal 2016), Kainbacher (Baden bei Wien; das letzte Mal 2014), Musikantiquariat Dr. Kohl (Stuttgart; das letzte Mal 2016), Manuscryptum (Berlin: das letzte Mal 2012), Armin Nassauer (Siegen; 2016), St. Jürgen Antiquariat (Lübeck; 2013), Wolfgang Wanzke (Ausgburg; 2013).


6 Seiten haben zwei Teilnehmer gebucht: Manuscryptum (Berlin) und Tautenhahn (Lübeck).

Katalogbestellungen für Interessierte, die den Katalog bisher noch nicht erhalten haben, bitte an die Geschäftsstelle der Genossenschaft der Internetantiquare unter

service@antiquariat.de

senden. Ihr Exemplar geht Ihnen dann von dort aus zu.


(c) GIAQ e.G.
Aufsichtsrat und Vorstand der GIAQ danken der ehrenamtlichen Redaktion für ihre manchmal nervenaufreibende, aber immer anstrengende Arbeit.

Mittwoch, 29. Mai 2019

Springtime in Paris

Paris - Vom 30. Mai bis zum 03. Juni 2019 findet in Paris eine große Verkaufsveranstaltung antiquarischer Bücher statt. Die Stände sind zwischen 11 und 19 Uhr geöffnet, am 31.Mai sogar bis 21 Uhr.

Samstag, 18. Mai 2019

Exil-Ausstellung in Bonn

Bonn - Die Kollegen vom Antiquariat Walter Markov informieren über folgende Ausstellung:

(c) Veranstalter

Rund zehntausend Kulturschaffende wurden vom NS-Regime aus Deutschland vertrieben und zur Emigration gezwungen. Darunter auch bildende Künstler*nnen, die von Museen und Forschung bislang vernachlässigt wurden. Nicht zuletzt deshalb gerieten sie, außer den wenigen Berühmten, wie Max Beckmann, Max Ernst Otto Kokoschka oder George Grosz, in unverdiente Vergessenheit.

Die Ausstellung zeigt 50 Arbeiten aus einem Fundus von insgesamt über 750 Bildern. Alles Originale in verschiedenen Techniken.

10. Mai - 6. Juni 2019
Dialograum an St. Helena
Bornheimer Str. 130
53119 Bonn

Öffnungszeiten:
Donnerstag: 17.00 bis 20:00
Freitag, Samstag, Sonntag 11:00 bis 19:00

Veranstalter:
Dialograum St. Helena, Antiquariat Walter Markov, Edition Memoria, In Situ Art Society
Kontakt: Jürgen Repschläger, 0170 4193019.

Montag, 13. Mai 2019

In Zungen lesen - Düsseldorfer Bücherbummel auf der Kö diesmal über Pfingsten


Düsseldorf - Parallel zum Bücherbummel wird diesmal auch die Jazz-Rally in Düsseldorf stattfinden, so daß sich das kulturell interessierte Publikum in Düsseldorf über Pfingsten augen- und ohrenmäßig austoben kann.

"Der Bücherbummel-auf-der-Kö findet in diesem Jahr vom

6. bis 10. Juni ( Pfingstwochenende ) statt.

Somit als seltene Ausnahme auch am Pfingstmontag!

Für den diesjährigen Termin kooperiert der BüBu mit der zeitgleich stattfindenden Jazz Rally.

Auf Wunsch sende ich Ihnen gerne das Programmheft des Bücherbummel-auf-der-Kö  zu."

Samstag, 11. Mai 2019

Buchillustration im Kloster

Karlsruhe - Die Antiquarin Pia Oberacker-Pilick informiert uns freundlicherweise über eine interessante Ausstellung, die heute beginnt:


https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16651385

"Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich möchte Sie auf folgende großartige Ausstellung unseres Sammlerfreundes Ulrich Schulz und seiner Tochter Katrin Schulz aufmerksam machen:

Illustrierte Bücher: Bücher des 20. Jahrhunderts 1900-1970

11. Mai bis 4. August 2019

im Kloster Bad Schussenried

Sammlung K. und U. Schulz

Die Ausstellung widmet sich erstmalig der ganzen Bandbreite der Buchillustratoren des 20. Jahrhunderts. Die ca. 900 gezeigten Stücke (von ca. 3000 der Sammlung) führen nicht nur die stilistische Vielschichtigkeit, sondern auch das hohe Niveau der Illustrationskunst der ersten 30 Jahre des vergangenen Jahrunderts und dessen Niedergang in den dann folgenden Jahren vor Augen, denn neben Illustrationen mit stilistischen Elementen von Jugendstil, Expressionismus und Neuer Sachlichkeit werden auch jene aus der NS-Zeit und den 50er und 60er Jahren vorgestellt.

Dazu erscheint eine dreibändige Dokumentation: Über ca. 1900 Nummern, mit Abbildungen und biographischen Daten zum jeweiligen Illustrator (über
ca. 1500 Namen). Ein Mammutwerk, vom Sammler in jahrelanger Arbeit zusammengetragen und recherchiert. Zweifellos eine Bereicherung Ihrer
Handbibliothek.

Voraussichtliche Kosten der drei Katalogebände: ca. € 80.-€

Bestellungen leite ich gerne an den Sammler und Kurator Ulrich Schulz weiter.


Herzliche Grüße

Pia Oberacker-Pilick, Karlsruhe


Ausstellungsort:
Kloster Schussenried
Neues Koster 1
88427 Bad Schussenried
info@kloster-schussenried.de
https://www.kloster-schussenried.de/start/ "

Frau Oberacker-Pilick ist Mitglied in der GIAQ und bietet ihre Bücher auch über antiquariat.de an.

Dienstag, 7. Mai 2019

Düsseldorfer Antiquare - Eine Photoausstellung


Düsseldorf - Der Photograph Hartmut Bühler aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt wird im Rahmen der parallel zum diesjährigen Bücherbummel auf der Kö verlaufenden Düsseldorfer Literaturtage eine interessante Ausstellung zeigen.



"DarasHeineWilde & Co. contra Amazon & Zeitgeist. Düsseldorfer Antiquariate in Bedrängnis.

Ausstellung, Fotografien von Hartmut Bühler

Eröffnung: 4. Juni, 18 Uhr

Wenn sich vom 6. bis 10. Juni auf der Düsseldorfer Königsallee wieder alles rund um Bücher und Literatur dreht, gehören die Antiquariate und ihr Angebot unbedingt zum Besuchsprogramm der Bücherliebhaber und -sammler. In Düsseldorf und Neuss existieren derzeit zwölf Bücherantiquariate. Nicht alle werden mehr als Antiquariat im traditionellen Sinn geführt. Manche Inhaber sind inzwischen nur noch Versandbuchhändler, bestellt wird per Telefon oder E-Mail. So wie Kerstin und Patrice Daras, die ihr Geschäft Ende 2017 in der Derendorfer Straße 43 aufgegeben haben. Auch das Hofladen-Antiquariat Ganseforth in der Hohe Straße 47 hat 2018 für immer geschlossen. Hartmut Bühler, seit 1989 freier Fotograf, spezialisiert auf Persönlichkeiten in Kunst, Kultur und Wirtschaft, gibt mit seinen Fotografien Einblick in die Welt der Düsseldorfer Antiquariate, seine Protagonisten waren u. a. Kerstin und Patrice Daras, Stephan Lustenberger vom Heinrich-Heine-Antiquariat (Citadellstraße 9) und Christoph Wilde in der Birkenstraße 48 (Foto unten). 

Laufzeit der Ausstellung: 5. Juni bis 4. Juli 2019


In Kooperation mit: Literaturbüro NRW"

Der Düsseldorfer Antiquar Christoph Wilde

Montag, 29. April 2019

Schmitz-Otto: eine Kölner Bibliophilen-Familie

Universitäts- und Stadtbibliothek Köln - Universität zu Köln: Hanns-Theo Schmitz-Otto. Mit freundlicher Genehmigung von Hanns Georg Schmitz-Otto.

Köln - Seit 2002 besitzt die Bibliothek der Kölner Universität eine interessante und umfangreiche Sammlung: die Sammlung der Familie Schmitz-Otto.


Von Carl Spitzweg - The Yorck Project (2002) 10.000 Meisterwerke der Malerei (DVD-ROM), distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH. ISBN: 3936122202., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=159097

Dienstag, 16. April 2019

Vandalismus und Ignoranz

Von Magnus Mertens - Uploaded by Magmer, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=268610
"A qui la faute?

Tu viens d’incendier la Bibliothèque?
- Oui.
J’ai mis le feu là.
- Mais c’est un crime inouï!
Crime commis par toi contre toi-même, infâme!
Mais tu viens de tuer le rayon de ton âme!
C’est ton propre flambeau que tu viens de souffler!
Ce que ta rage impie et folle ose brûler,
C’est ton bien, ton trésor, ta dot, ton héritage
Le livre, hostile au maître, est à ton avantage.
Le livre a toujours pris fait et cause pour toi.
Une bibliothèque est un acte de foi
Des générations ténébreuses encore
Qui rendent dans la nuit témoignage à l’aurore.
Quoi! dans ce vénérable amas des vérités,
Dans ces chefs-d’œuvre pleins de foudre et de clartés,
Dans ce tombeau des temps devenu répertoire,
Dans les siècles, dans l'homme antique, dans l'histoire,
Dans le passé, leçon qu’épelle l’avenir,
Dans ce qui commença pour ne jamais finir,
Dans les poètes! quoi, dans ce gouffre des bibles,
Dans le divin monceau des Eschyles terribles,
Des Homères, des jobs, debout sur l’horizon,
Dans Molière, Voltaire et Kant, dans la raison,
Tu jettes, misérable, une torche enflammée!
De tout l’esprit humain tu fais de la fumée!
As-tu donc oublié que ton libérateur,
C’est le livre? Le livre est là sur la hauteur;
Il luit; parce qu’il brille et qu’il les illumine,
Il détruit l’échafaud, la guerre, la famine
Il parle, plus d’esclave et plus de paria.
Ouvre un livre. Platon, Milton, Beccaria.
Lis ces prophètes, Dante, ou Shakespeare, ou Corneille
L’âme immense qu’ils ont en eux, en toi s’éveille;
Ébloui, tu te sens le même homme qu’eux tous;
Tu deviens en lisant grave, pensif et doux;
Tu sens dans ton esprit tous ces grands hommes croître,
Ils t’enseignent ainsi que l’aube éclaire un cloître
À mesure qu’il plonge en ton cœur plus avant,
Leur chaud rayon t’apaise et te fait plus vivant;
Ton âme interrogée est prête à leur répondre;
Tu te reconnais bon, puis meilleur; tu sens fondre,
Comme la neige au feu, ton orgueil, tes fureurs,
Le mal, les préjugés, les rois, les empereurs !
Car la science en l’homme arrive la première.
Puis vient la liberté. Toute cette lumière,
C’est à toi comprends donc, et c’est toi qui l’éteins!
Les buts rêvés par toi sont par le livre atteints.
Le livre en ta pensée entre, il défait en elle
Les liens que l’erreur à la vérité mêle,
Car toute conscience est un nœud gordien.
Il est ton médecin, ton guide, ton gardien.
Ta haine, il la guérit; ta démence, il te l’ôte.
Voilà ce que tu perds, hélas, et par ta faute!
Le livre est ta richesse à toi! c’est le savoir,
Le droit, la vérité, la vertu, le devoir,
Le progrès, la raison dissipant tout délire.
Et tu détruis cela, toi!

- Je ne sais pas lire."

Victor Hugo


Montag, 1. April 2019

In eigener Sache ...

Wegen anhaltender Panikattacken, Ratlosigkeit, Inkompetenz und Langeweile, sowie aus einigen weiteren Gründen, als da wären professionelle Richtungslosigkeit und Ignoranz wie auch Larmoyanz, werden wir dieses Experiment mit sofortiger Wirkung beenden.
[CS]

Von Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch - Selbst fotografiert, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21638695

Freitag, 29. März 2019

Provenienz trifft Big Data

Cambridge - Jim Hinck, der Betreiber von vialibri 

(c) vialibri.com
dokumentiert in seinem blog seine spannende Rede "Provenance Meets Big Data: Will they have a future together?" vor dem Grolier Club, Prädikat: lesenswert, besonders sein Ausblick in die Zukunft.

Mittwoch, 20. März 2019

Historische Enzyklopädien aus dem Antiquariat

München - Die Süddeutsche Zeitung stellt heute einige Münchener Antiquarinnen und Antiquare auf ihrer letzten Seite im Hauptteil, dem "Panorama", in Wort und Bild vor.

Von Süddeutsche Zeitung - http://www.sz-archiv.de/, CC BY 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6922870

Anlaß ist der kommende "Streik" der wikipedia wegen der Änderungen im Urheberrechtsschutz und den geforderten "upload-Filtern", die laut SZ zur offline-Suche animieren.


Freitag, 15. März 2019

Bücherbummel 2019 auf der Düsseldorfer Kö

Düsseldorf - Der Organisator des diesjährigen Bücherbummels gibt bekannt:

"Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie, die Anmeldefrist für den Bücherbummel endet bald. 
Mit Ablauf der Frist endet auch die Möglicheit, als Teilnehmer im gedruckten Programmheft aufgeführt zu werden."

(c) Bücherbummel Kö

Kurt Nellessen
BÜCHERBUMMEL AUF DER KÖ e.V.
Thewissenweg 43 | 40468 Düsseldorf
Fon +49 176 9229 3022 | Fax +49 3212 261 2490

kurt.nellessen@buecherbummel-auf-der-koe.de
www.buecherbummel-auf-der-koe.de

Donnerstag, 7. März 2019

Detlef Thursch zur Frankfurter und zur Leipziger Antiquariatsmesse

Lissendorf - Der Veranstalter von Antiquariatsmessen, Detlef Thursch informiert die interessierte Branche:


(c) abooks.de

"Da die Mitarbeiter der Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr relativ früh die Standplanungen in der Halle 4.1 abschließen müssen, wurde der Anmeldeschluss für die Rare Books & Fine Art Frankfurt bereits auf den 31. März festgelegt. 18 Aussteller vom letzten Jahr, 2 "Wiederkehrer" und 1 neuer Kollege haben sich bis jetzt für die Messe angemeldet. Ein aktuelles Verzeichnis finden Sie unter www.abooks.de. Hinzu kommen 8 Kollegen aus 2018, die sich noch nicht schlüssig sind. Über 30 Aussteller sollten es schon werden.

Auf Wunsch der Mehrheit wurden die Konditionen der angebotenen Titel im Messekatalog geändert. Es wird einen Messekatalog geben, in dem wie gehabt für die Besucher alles reserviert ist und einen Gemeinschaftskatalog von Nichtausstellern, in dem die Ware frei verkäuflich ist.

Ein großes Hindernis für eine Beteiligung ist nach wir vor die lange Messelaufzeit. Ihre Kollegen Rolf Bulang, Gerhard Gruber, Richard Husslein, Winfried Kuhn und Dieter Zipprich haben sich deswegen zu einem Gemeinschaftsstand zusammengeschlossen. Alle werden zur Eröffnung anwesend sein und sich dann tageweise mit der Betreuung des Standes abwechseln. Hier kann man sich noch anschließen oder - wenn der Stand zu groß wird - einen 2. Stand dieser Art eröffnen.

Gern sende ich die Anmeldeunterlagen zu und beantworte Ihre Fragen."

abooks.de
Rosenstraße 10
D 54587 Lissendorf
+49 6597 901071
mail@abooks.de
www.abooks.de

Zur Leipziger Messe gab er das folgende Statement ab: 

"Das Exil, Upton Sinclair, ein Musikaliennachlass und der Nachlass von Michael Ballhaus, Stephan Hermlin, Struwwelpetriaden, Verlagseinbände des Leipziger Historismus und die Insel-Bücherei sind einige Schwerpunkte der diesjährigen Leipziger Antiquariatsmesse. Auch wenn Sie nicht zur Leipziger Antiquariatsmesse kommen können, bleibt Ihnen die Möglichkeit, die genannten Aussteller um mehr Informationen oder Angebote zu bitten. Die Kontaktdaten finden Sie im Messekatalog oder im Ausstellerverzeichnis unter www.abooks.de. Gerne leite ich Ihre Anfrage aber auch weiter. 

So können Sie beim Antiquariat Markov z.B. den bereits im Frühjahr 2018 zu einer Ausstellung in der Bonner Stadtbibliothek erschienenen Katalog „Das geflüchtete Wort - Deutschsprachige Exilliteratur ab 1933“ anfordern. Nein, es erwarten Sie auf der Messe nicht nur Ladenhüter aus diesem Katalog. Die Kollegen Jürgen Repschläger und Esther Winkelmann haben die Sammlung bis zur Messe erweitert und können ein facettenreiches Angebot zum Thema bieten. Der Katalog ist auch unter www.abooks.de einsehbar.

Das Antiquariat Lenzen konnte auf der letzten Leipziger Messe die 300 Titel umfassende Sammlung des Upton Sinclair-Bibliographen Edmund Schulz erwerben und bringt diese nun nach Leipzig zurück. Den Katalog können Sie bei den Kollegen anfordern oder ab Ende nächster Woche ebenfalls auf unserer Homepage einsehen. 

Dem Antiquariat Zeisig ist es gelungen den Musikalien-Nachlass von Prof. Rienäcker und die Bibliothek des deutschen Hollywood Kameramannes Michael Ballhaus zu erwerben. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Sammlungen wird auf der diesjährigen Literaturmeile und am Stand 42 zum Kauf angeboten. 

Matthias Wagner konnte Bücher aus der Bibliothek Stephan Hermlins erwerben und hat eine Sammlung zum Thema Photographie zusammengetragen. Zwei Angebotslisten hierzu können Sie als PDF-Datei anfordern. 

Einen Auszug des Messeangebots von Michael Solder können Sie unter diesem Link einsehen.

Hans Lindner konnte kurz vor der Messe eine umfangreiche Sammlung Struwwelpetriaden erwerben und wird diese zum ersten Mal in Leipzig präsentieren, Domenico Jacono aus Wien bietet eine große Sammlung Verlagseinbände des Historismus aus Leipzig an und Michael Jahn hat 135 Ganzledereinbände der Insel-Bücherei, also fast alles Erschienene, zu einem Konvolut zusammengefasst, das er für 48.000,- an seinem Stand 12 in der Halle 3 der Leipziger Buchmesse präsentiert. 

Ich hoffe sehr, Ihnen mit diesen Informationen den Besuch unserer Messe schmackhaft gemacht zu haben. Vielleicht auch das Interesse an einer Messebeteiligung im nächsten Jahr. Gern informiere ich Sie über die Konditionen für Erstaussteller." 

abooks.de 
(Veranstalter in Kooperation mit der Leipziger Buchmesse) 
Rosenstraße 10 
D 54587 Lissendorf 
+49 6597 901071 
mail@abooks.de 
www.abooks.de 

Mittwoch, 6. März 2019

Update Antiquariat Daniela Kromp

München - Neuer e-Katalog "Outsiderhood", Teil 1 online.  Ca vaut le coup, wie der Franzose zu sagen pflegt. Wie immer bei ihren Angeboten überzeugt die Auswahl der originellen und ungewöhnlichen Ware.

(c) Antiquariat Daniela Kromp
Teil 2 des oben angekündigten e-Kataloges und weitere Listen und Kataloge der Antiquarin können hier via ILAB-Seite abgerufen werden.

Donnerstag, 28. Februar 2019

Antiquarius wünscht eine schöne Karnevalszeit

Düsseldorf - Viel Spaß an der Freude wünschen wir allen Närrinnen und Narren, aber auch den vielen "normalen" Menschen. 

... ich bin dann mal weg ...

[CS]


Kurfürstenpaar Jan Wellem und Anna Maria Luisa im spanischen Kostüm beim Maskenball, Gemälde von Jan Frans van Douven, 1695



Mittwoch, 27. Februar 2019

Eine wunderschöne Messeliste

München - Daniela Kromp nimmt Anfang März an der Antiquariatsmesse in New York teil. 



(c) Daniela Kromp

Welche Schätze sie dorthin mitnimmt zeigt sie uns in einer hervorragend gestalteten kleinen Liste. 
Jedes neue Lob erübrigt sich, perfekt wie immer!

Montag, 25. Februar 2019

Ein Preis für Sammler ... in den Neuengland-Staaten

Boston - Die Ticknor Society lobt einen Preis für eine originelle Sammlung aus,  "The George and Anna Eliot Ticknor Collecting Prize", leider lokal begrenzt auf Sammler, die an der amerikanischen Ostküste in einem der Neuengland-Staaten leben.

Portrait of Anna Eliot Ticknor (d.1897) of Boston, Mass.

Die Stifter erklären, an wen sich die Ausschreibung richtet: 

"To be considered for the Ticknor Book and Book Culture Collecting Prize, collections must be compiled, curated and owned by the contestant. An eligible collection may include books, manuscripts and ephemera.  Collections will not be judged on their size or market value, but on their originality and creativity. The collector must be a resident of one of the six New England states."

The Ticknor Society
c/o Christopher Carter
1910 Dorchester Avenue, #504

Boston, MA 02124-3780.

Trotzdem eine sehr gute Idee - sollte man nachmachen.

Donnerstag, 21. Februar 2019

Warnung vor dem Ankauf gefälschter Judaica

Lyon - Via ILAB erreicht uns eine Interpol-Warnung. 


Von W.pseudon - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44312476
Laut den israelischen Behörden sind seit 2007, aber verstärkt seit den letzten Monaten Totalfälschungen von "antiken" jüdischen Büchern im Umlauf. Wir empfehlen einen Ankauf solchen Materials nur als Spezialist durchzuführen. Auf nähere Beschreibung des modus operandi und der genauen Vorgehensweise verzichten wir bewußt an dieser Stelle.

Dienstag, 19. Februar 2019

Rockingstone handelt mit altem Papier

Wageningen - Der ehemalige IT-Dienstleister der ILAB, der vor Jahren die Plattform der internationalen Händler programmiert und organisiert hatte, das niederländische Unternehmen Rockingstone, bietet nun selbst neben Büchern, Stichen und Photographien auch alte Papiere an. 

(c) Rockingstone
Dies könnte sich zu einem interessanten Geschäftsmodell entwickeln, denn man kann auf deren website sehr schön nach passenden Marmorpapieren oder altem Bütten suchen.

Jelle Samshuijzen: "We deal in antiquarian books, prints, vintage paper and photographs. Only a small part of our stock is available via this website.
If you’re looking for something specific, please contact us or visit our shop.
We are always interested in buying fine & rare books, prints, paper and photographs."




Nude 28 TD Wageningen
Location behind the Schimmelpenninck building. Opposite the Avalon Fitcenter
Opening times: usually from Monday - Friday 10 - 17 hours. 
We advice you to make an appointment.

Tel. 06-51013201

info@rockingstone.nl


Samstag, 16. Februar 2019

Ein blinder Antiquar

Augsburg - Kennt eine der Leserinnen oder Leser die Geschichte des blinden Antiquars Sebastian Windprecht aus Augsburg?
ex: Bayer. Staatsbibliothek
Nein? Dann gibt es hier eine besinnliche Sonntagslektüre.

Freitag, 15. Februar 2019

Die "Librairie L'amour qui bouquine" wirbt geschickt

Alise-Sainte-Reine - Das in der Nähe von Dijon gelegene Antiquariat von Bertrand Hugonnard-Roche fiel gestern mit einem spezialisierten newsletter zum Valentinstag auf, eine durchaus zu anderen Gelegenheiten nachahmenswerte Marketingmaßnahme.

François Savinien d'Alquié. L'école des Amans. 1679.
Bel exemplaire de cet ouvrage rare.
(c) Librairie L'amour qui bouquine

Librairie L'amour qui bouquine
Bertrand Hugonnard-Roche
​14, Rue du Miroir
21150 Alise-Sainte-Reine
France

Es wurden sehr schön gebundene, in gewisser Weise erotische Titel, oder solche zum Thema "Liebe" im weiteren Sinne, angeboten und in äußerst geschickter Weise auf den durch ein Paßwort geschützen "+18-Bereich" der website des französischen Unternehmens hingewiesen.

(c) Librairie L'amour qui bouquine

Anschauen, nachmachen. So geht heute Antiquariat im Netz.





Donnerstag, 14. Februar 2019

Lektüren deutsch-jüdischer Emigranten in Palästina

Göttingen - Im Wallstein Verlag wird im April ein nicht nur für uns Antiquare interessanter Titel von Caroline Jessen erscheinen:

Kanon im Exil. Lektüren deutsch-jüdischer Emigranten in Palästina/ Israel.
ca. € 42,00 (D) | ca. € 43,20 (A)
voraussichtlich lieferbar ab 01.04.2019
ca. 544 S., ca. 25 Abb., geb., Schutzumschlag
ISBN 978-3-8353-3348-2

Der Verlag stellt den Titel vor:

"Kanonforschung als Gedächtnis- und Diskursgeschichte.

Cover Kanon im Exil
(c) Wallstein
In nutzlos gewordenen Büchersammlungen ist das Nachleben einer vor dem Holocaust in Deutschland so lebendigen jüdischen Kultur in Israel präsent: In diesen Büchern materialisieren sich Fragmente einer Kultur, die sich mit den Einwanderern und Geflüchteten aus Deutschland nach Palästina gerettet hatte und die nun mit der letzten Generation ihrer Träger aus dem israelischen Alltag verschwindet. In Aussagen über gerettete und verlorene Bücher, vor allem aber in gelesenen und bewahrten Texten zeigen sich Spuren einer »inneren« Geschichte der jüdischen Emigration. Der Kanon im Exil verweist auf die Vergangenheitsform einer Lesekultur und auf die Emigration und Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland. Er ist ein Kanon des Verlusts und zugleich ein Versuch, diesen Verlust zu thematisieren.
Caroline Jessen beschäftigt sich anhand von fünf exemplarischen Fallstudien zu aufgelösten Privatbibliotheken mit dem Paradoxon einer besonderen Verständigung über Literatur, die zugleich Nähe und Distanz zu einer deutschen Gegenwart markiert."

In diesem Zusammenhang sei noch auf einen anderen Titel der Autorin aus dem letzten Jahr hingewiesen:
(c) Suhrkamp

Der Sammler Karl Wolfskehl.
Erschienen: 10.12.2018
Gebunden, 384 Seiten
ISBN: 978-3-633-54288-8
D: 32,00 € 
A: 32,90 € 
CH: 42,90 sFr
Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag  


"Als "großen Bücherkundigen" und "weltgeschichtliches Refugium" hat Walter Benjamin Karl Wolfskehl beschrieben. Der Dichter registrierte die politischen Veränderungen in Deutschland früh und floh 1933 nach Italien. Seine Bibliothek, in der Volkslieder und Barock auf Brentano und Novalis, Spengler und Buber trafen, musste er im Zuge der Emigration veräußern. Der Verleger Salman Schocken erwarb die Sammlung und transferierte sie 1938 nach Jerusalem. Von dort aus kam sie 1975 in den Handel, zerstreute sich in Forschungsbibliotheken und Privatbesitz. Nur wenige Bücher begleiteten Wolfskehl 1938 aus Italien ins neuseeländische Exil: Grundstock einer neuen Sammlung.
Dieses Buch zeichnet die Wege der Bücher von München über Jerusalem bis Auckland nach, fragt nach den Umständen des Verkaufs und dem Nachleben der heute zerstreuten Bibliothek. Es zeigt erstmals den extravaganten Sammler von Elfenbeinzähnen, seltenen Drucken, Büchern und Spielsachen."

Caroline Jessen, geboren 1980, arbeitet für das Deutsche Literaturarchiv Marbach und für den Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel.

Mittwoch, 13. Februar 2019

Bibliomania in Paris

Paris - Vom 21. bis 24. Februar findet in Paris eine Antiquariatsmesse mit hauptsächlich frankophoner Beteiligung statt.


(c) BiblioMania

Dienstag, 12. Februar 2019

Provenienz und Kulturgutschutzgesetz

Berlin - Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien stellt die Pflichten von uns Antiquaren im Rahmen der Provenienzklärung unserer Waren vor. 


(c) Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien


Die Vorsitzende des Verbandes Deutscher Antiquare, Sibylle Widuwilt erklärt: "Wichtig ist, dass das BKM anerkennt, dass es im Handel mit Büchern und Grafiken zahlreiche Exemplare gibt, die keinerlei Individualisierungsmerkmale aufweisen."

Im "Merkblatt" der Behörde heißt es:

"Merkblatt zu den Anforderungen an die Sorgfaltspflichten
für den gewerblichen Antiquariatshandel und den Handel mit Grafiken
Die Sorgfaltspflichten des Kulturgutschutzgesetzes für das gewerbliche
Inverkehrbringen von Kulturgut beinhalten insbesondere:

1. Name und Anschrift des Veräußerers, des Einlieferers, des Erwerbers oder
des Auftraggebers festzustellen,

2. eine Beschreibung und eine Abbildung anzufertigen, die geeignet sind, die
Identität des Kulturgutes festzustellen,

3. die Provenienz des Kulturgutes zu prüfen,

4. Dokumente, die eine rechtmäßige Ein- und Ausfuhr belegen, zu prüfen,

5. Verbote und Beschränkungen zur Ein- und Ausfuhr sowie zum Handel zu
prüfen,

6. zu prüfen, ob das Kulturgut in öffentlich zugänglichen Verzeichnissen und
Datenbanken eingetragen ist, und

7. eine schriftliche oder elektronisch übermittelte Erklärung des Einlieferers oder
Veräußerers einzuholen, dass dieser berechtigt ist, über das Kulturgut zu
verfügen.

Diese Anforderungen gelten allerdings nur, wenn es sich um ein Werk handelt,
dessen Einzelwert 2.500 Euro übersteigt.

Die Erfüllung der Punkte 3 bis 6 ist dabei von vornherein auf den wirtschaftlich
zumutbaren Aufwand beschränkt. Der Aufwand ist also in Verhältnis zu setzen
zum Wert des Gegenstandes und zur erwarteten Handelsspanne. Nur wenn
Hinweise auf einen NS-verfolgungsbedingten Entzug oder einen anderen
Tatbestand des § 44 KGSG bestehen, sind die Anforderungen unabhängig vom Wert des Objektes und dem erforderlichen Aufwand zu erfüllen.
Die Anforderung an die Prüfung der Provenienz (Punkt 3) erfordert insbesondere
nicht den Nachweis einer lückenlosen Provenienzkette. Es handelt sich um eine
Prüfung, d.h. sofern in wirtschaftlich zumutbaren Rahmen keinerlei Erkenntnisse
erlangt werden, genügt die Dokumentation der Bemühungen und darf das Objekt
auch ohne vollständigen Nachweis der Provenienzkette in Verkehr gebracht werden.

Bei einem antiquarischen Buch, einer Druckgrafik (Lithographien, Radierungen,
Holzschnitte oder Serigraphien) bzw. Land- oder Weltkarte (zusammen: „Grafik“)
unterscheiden sich die Anforderungen an die Erfüllung der gewerblichen
Sorgfaltspflichten zunächst danach, ob eine besondere Individualisierung
erkennbar ist (ex libris, besonderer Einband, Eigentumsstempel, Name eingetragen, handschriftliche Randnotizen, Sammlungsstempel, Nummerierung etc.) oder nicht:

Bücher und Grafiken mit einer besonderen Individualisierung - ob in großer oder
in kleiner Auflage - werden als Einzelstücke behandelt. Hier ist die konkrete
Provenienz des in Rede stehenden Buchs („Einzelprovenienz“) im Rahmen des
wirtschaftlich zumutbaren Aufwands zu prüfen.

Hat ein Buch oder eine Grafik keine Individualisierungskennzeichen und ist es in
großer Auflage vorhanden, beschränkt sich die Provenienzprüfung auf die Prüfung
der sog. „Gruppenprovenienz“. Das heißt, geprüft und dokumentiert werden muss
- im Rahmen des wirtschaftlich zumutbaren Aufwands - die Zugehörigkeit zur (ggf.  Erst-) Auflage (einschließlich Urheberschaft), Erscheinungsjahr und -ort sowie die Feststellung, dass kein besonderes Individualisierungskennzeichen vorhanden ist.

Eine weitergehende individuelle Prüfung entfällt.

Hat ein Buch keine Individualisierungskennzeichen und ist es nur in sehr
geringer Auflage vorhanden bzw. ist weltweit nur eine geringe Anzahl dieser
Auflage verblieben, gilt:

Je geringer die Zahl der noch vorhandenen Exemplare, desto höhere
Anforderungen bestehen - im Rahmen des wirtschaftlich zumutbaren Aufwands -
an die Bemühungen zur Prüfung der Einzelprovenienz. Weil eine „positive“
Provenienzprüfung bei einem Buch, einer Grafik oder Landkarte ohne besondere
Individualisierungskennzeichen jedoch nicht zu bewerkstelligen ist, genügt in
derartigen Fällen auch eine Negativabgrenzung, durch die jedenfalls ausgeschlossen wird, dass das fragliche Exemplar mit einem abhandengekommenen Exemplar identisch ist.

Ist eine Negativabgrenzung über die Recherche in öffentlich zugänglichen
Verzeichnissen und Datenbanken (Lost-Art-Datenbank unter www.lostart.de und
Internetdatenbank von Interpol zu gestohlenen Kulturgütern
(freier Zugang, vorherige Registrierung erforderlich unter:
https://www.interpol.int/Forms/WorksOfArtDatabase)) hinaus mit einem zumutbaren wirtschaftlichen Aufwand [Hervorhebung: CS] ebenfalls nicht erbringbar, darf das Kulturgut gehandelt werden.

Beispiel: Ein Buch wurde 2004 aus einer ausländischen Bibliothek gestohlen,
wo es Jahrzehnte verwahrt wurde. Lässt sich feststellen, dass das in Frage
stehende vergleichbare Exemplar bereits 2002 in Deutschland verkauft wurde
(dort hat es z.B. der aktuelle Verkäufer erworben), genügt dies als
Negativabgrenzung („negative Provenienz“).

Einen Überblick über die dargestellten Anforderungen bietet das Schaubild „Prüfung der Provenienz eines antiquarischen Buches oder einer Grafik nach KGSG“.

Weitergehende Hinweise zu den Anforderungen an die Prüfung der Sorgfaltspflichten beim gewerblichen Inverkehrbringen von Kulturgut erhalten Sie im „Leitfaden für die Einfuhr von Kulturgut nach Deutschland und die Sorgfaltspflichten beim Inverkehrbringen von Kulturgut“.
Das Schaubild „Welche Sorgfaltspflichten habe ich beim gewerblichen
Inverkehrbringen von Kulturgut nach dem KGSG zu berücksichtigen?“ verdeutlicht zusammenfassend, aus welchen Vorschriften sich im konkreten Fall die Anforderungen an die Sorgfaltspflichten ergeben."

Stand: Februar 2019